Vorstellung Ebenezer Piesepampel
Verfasst: Mo 4. Jan 2021, 13:22
Guten Abend, dies ist ein Versuch, meine Wave und mich vorzustellen aber da ich ungeübt bin, kann dies alles im Orbit des Netzes verschwinden, sei´s drum.
Als ich die erste Wave sah, hat es mich geschaudert: was für ein hässliches Gerät, durchfuhr es mich.
Ich hatte zwei Jahre zuvor, Mitte sechzig, wegen Knieproblemen meine Kawasaki Vierzylinder verkauft und das Thema mot. Zweirad nach über vierzig Jahren für endgültig beendet erklärt. Schließlich gibt es für alles eine Zeit.
Eine Zeitlang ging das auch aber das Gen sitzt doch tief und so schaute ich nach originellen Fahrzeugen mit Motor und eine Weile redete ich mir ein, eine Spartamet sei so ein originelles Gerät aber sie ist doch in erster Linie ein Fahrrad und der Funke erlosch wieder. Irgendwo in meinem tiefen Inneren tauchte immer wieder dieser seltsame Zwitter auf:
HONDA Wave, kein Roller, kein richtiges Motorrad, hässlich wie die Nacht und mich aufgrund ihrer seltsamen Proportionen an ein Gnu erinnernd. Aber immerhin HONDA, Garant für Qualität und mir seit 1973 wohl vertraut.
Ich begann zu recherchieren und bekam ordentlichen Respekt. Und immer wieder ertappte ich mich bei der Suche nach diesem Fahrzeug bis ich im letzten Frühjahr fündig wurde: Da ich mittlerweile auch vom Joch der Lohnarbeit befreit bin, und die Rente recht überschaubar ist, sind meinen monetären Möglichkeiten enge Grenzen gesetzt aber endlich fand ich ´SIE´.
Natürlich gebraucht aber mit lediglich 12.000 km auf der Uhr und zu einem Preis, für den man nicht einmal ein gutes neues Fahrrad bekommt. Mein Misstrauen überwindend machte ich eine Probefahrt, hatte natürlich Probleme mit der Schaltung war aber generell angetan und wurde mit dem Verkäufer schnell einig.
Ich zahlte den gewünschten Preis und bekam noch Öl, ein Kettenkit, Zündkerze und ein Batterieladegerät dazu.
Und die Überführung organisierte der Verkäufer ebenfalls. Seit Anfang Juni steht sie jetzt in der Garage und zu meinen Diensten und ich bin restlos begeistert!! Eigentlich wollte ich nach Osten und Urlaub in Brandenburg machen, stattdessen - und dank Corona - entdeckte ich die Reize der näheren Umgebung, der Wirtschafts, landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Wege.
Neue Kontinente: Nur wenige hundert Meter neben Bundes- oder landstraßen liegen verlassene Landschaften, nur zur Aussaat und zur Ernte vom Bauer aufgesucht. Unbekanntes in Fauna und Flora, Ruhe, manchmal sogar Stille und Hunderte von Motiven, überwältigend. Die Wave begeistert mich mit hoher Zuverlässigkeit, ausreichender Leistung, geringem Verbrauch. Lediglich mit der Leichtigkeit des Vorderrades muss ich noch lernen umzugehen, denn manchmal fühle ich mich wie auf einem Mountainbike.
Mittlerweile bin ich ein unbedingter Verfechter schmaler Hubräume und dünner Reifen, jede Fahrt über 100 km wird zur Reise und damit zum Erlebnis! 5000 km habe ich im letzten Sommer abgespult, meistens auf Kurzstrecke.
Ich verfüge mittlerweile über wetterfeste Kleidung, ein gutes Gepäcksystem und sogar eine PUIG Scheibe.
" Rentnerscheibe " habe ich sowas früher despektierlich genannt - aber da war ich ja auch noch nicht erleuchtet!
Ich besuche mit meiner " Kleinen" Kinder und Enkel, durchquere dabei die komplette Eifel, mache Rast, trinke Kaffee aus der Thermoskanne und esse selbst geschmierte Stullen, einfach gemütlich.
Ich hatte beruflich sehr viel mit Motorrädern zu tun und habe viele Maschinen gefahren, immer nach dem Motto: ´Je schneller, je lieber´ und das hatte lange genug auch seine Berechtigung aber jetzt darf ich das Gegenteil erfahren und meine kleine Wave ist für mich eine Offenbarung, für die ich sehr dankbar bin.
Muss niemandem mehr etwas beweisen und arbeite intensiv daran, bisweilen durchbrechende Sporteinlagen zu vermeiden.
Das gelingt nicht immer, aber ich bin ja noch jung...
Uns Allen ein Gutes Jahr!
Ebenezer Piesepampel
P.S. und jetzt bin ich gespannt, ob dieser Text irgendwen erreicht
Als ich die erste Wave sah, hat es mich geschaudert: was für ein hässliches Gerät, durchfuhr es mich.
Ich hatte zwei Jahre zuvor, Mitte sechzig, wegen Knieproblemen meine Kawasaki Vierzylinder verkauft und das Thema mot. Zweirad nach über vierzig Jahren für endgültig beendet erklärt. Schließlich gibt es für alles eine Zeit.
Eine Zeitlang ging das auch aber das Gen sitzt doch tief und so schaute ich nach originellen Fahrzeugen mit Motor und eine Weile redete ich mir ein, eine Spartamet sei so ein originelles Gerät aber sie ist doch in erster Linie ein Fahrrad und der Funke erlosch wieder. Irgendwo in meinem tiefen Inneren tauchte immer wieder dieser seltsame Zwitter auf:
HONDA Wave, kein Roller, kein richtiges Motorrad, hässlich wie die Nacht und mich aufgrund ihrer seltsamen Proportionen an ein Gnu erinnernd. Aber immerhin HONDA, Garant für Qualität und mir seit 1973 wohl vertraut.
Ich begann zu recherchieren und bekam ordentlichen Respekt. Und immer wieder ertappte ich mich bei der Suche nach diesem Fahrzeug bis ich im letzten Frühjahr fündig wurde: Da ich mittlerweile auch vom Joch der Lohnarbeit befreit bin, und die Rente recht überschaubar ist, sind meinen monetären Möglichkeiten enge Grenzen gesetzt aber endlich fand ich ´SIE´.
Natürlich gebraucht aber mit lediglich 12.000 km auf der Uhr und zu einem Preis, für den man nicht einmal ein gutes neues Fahrrad bekommt. Mein Misstrauen überwindend machte ich eine Probefahrt, hatte natürlich Probleme mit der Schaltung war aber generell angetan und wurde mit dem Verkäufer schnell einig.
Ich zahlte den gewünschten Preis und bekam noch Öl, ein Kettenkit, Zündkerze und ein Batterieladegerät dazu.
Und die Überführung organisierte der Verkäufer ebenfalls. Seit Anfang Juni steht sie jetzt in der Garage und zu meinen Diensten und ich bin restlos begeistert!! Eigentlich wollte ich nach Osten und Urlaub in Brandenburg machen, stattdessen - und dank Corona - entdeckte ich die Reize der näheren Umgebung, der Wirtschafts, landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Wege.
Neue Kontinente: Nur wenige hundert Meter neben Bundes- oder landstraßen liegen verlassene Landschaften, nur zur Aussaat und zur Ernte vom Bauer aufgesucht. Unbekanntes in Fauna und Flora, Ruhe, manchmal sogar Stille und Hunderte von Motiven, überwältigend. Die Wave begeistert mich mit hoher Zuverlässigkeit, ausreichender Leistung, geringem Verbrauch. Lediglich mit der Leichtigkeit des Vorderrades muss ich noch lernen umzugehen, denn manchmal fühle ich mich wie auf einem Mountainbike.
Mittlerweile bin ich ein unbedingter Verfechter schmaler Hubräume und dünner Reifen, jede Fahrt über 100 km wird zur Reise und damit zum Erlebnis! 5000 km habe ich im letzten Sommer abgespult, meistens auf Kurzstrecke.
Ich verfüge mittlerweile über wetterfeste Kleidung, ein gutes Gepäcksystem und sogar eine PUIG Scheibe.
" Rentnerscheibe " habe ich sowas früher despektierlich genannt - aber da war ich ja auch noch nicht erleuchtet!
Ich besuche mit meiner " Kleinen" Kinder und Enkel, durchquere dabei die komplette Eifel, mache Rast, trinke Kaffee aus der Thermoskanne und esse selbst geschmierte Stullen, einfach gemütlich.
Ich hatte beruflich sehr viel mit Motorrädern zu tun und habe viele Maschinen gefahren, immer nach dem Motto: ´Je schneller, je lieber´ und das hatte lange genug auch seine Berechtigung aber jetzt darf ich das Gegenteil erfahren und meine kleine Wave ist für mich eine Offenbarung, für die ich sehr dankbar bin.
Muss niemandem mehr etwas beweisen und arbeite intensiv daran, bisweilen durchbrechende Sporteinlagen zu vermeiden.
Das gelingt nicht immer, aber ich bin ja noch jung...
Uns Allen ein Gutes Jahr!
Ebenezer Piesepampel
P.S. und jetzt bin ich gespannt, ob dieser Text irgendwen erreicht