Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

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Tranberg
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Re: Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

Beitrag von Tranberg »

Respekt vor Harris Einführung in die Ladetechnik

Anderson Powerpoles sind Verpolungssicher und bei (US-) Funkamateuren beliebt
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Wie Pingelfred habe ich nicht de beste Erfahrungen mit CTEK-Ladegeräte über Zeit. Die Modustaste ist eine Sollbruchstelle.
Ich bin Däne und wohne in Dänemark

Harri
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Re: Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

Beitrag von Harri »

Es gibt viele Stecksysteme, gute und nicht so gute, bzw teure und günstige, die man aus den gängigen Katalogen von Völkner, Reichelt, Polini etc raussuchen kann. Für die Powerpoles benötigt man halt wieder andere Steckerchen und das ist in meinen Augen kontraproduktiv. Gut, wenn Jemand solche oder auch andere Stecker aufgrund eines Hobbys sowieso hat, warum nicht. Generell "bevorate" ich jetzt schon in verschiedenen Ausführungen 3 Systeme (die "üblichen Fachstecker", die Rundstecker von Honda und in Wasserdicht die Superseal) und selbst das ist mir schon zuviel.

Mein formuliertes Ziel war es von Anfang an, auch wenn einige der den Ladegeräten beiliegenden Ladungsanschlüße gar nicht so schlecht sein müßen, weg von den proprietären und damit relativ teuren Systemen zu den günstigen Standardteilen.
Ich habe zweistellig angemeldete Mopeds und habe keine Lust für jedes der Fahrzeuge zwischen 5 und 20 Euro für den Anschluß eines Ladegerätes zu bezahlen, wenn bei mir in jedem Fahrzeug sowieso eine sich für diesen Zweck nutzbare gleiche Schwebesicherung verbaut ist.
Zuletzt geändert von Harri am Do 5. Jan 2023, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.

Andrais
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Re: Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

Beitrag von Andrais »

Harri hat geschrieben:
Mi 4. Jan 2023, 16:43
Zwangsladung
Wenn eine Batterie irgendetwas unter 10 V hat, beginnen einige Ladegeräte gar nicht mit der Ladung, und melden auch "tiefentladen." Entweder kann man einen Versuch mit einer Parallelbeladung durch eine andere Batterie den Startvorgang in Gang zu bringen. Das klappt manchmal und wenn sich die Batterie so auf mehr als 10 V bringen läßt geht der normale Ladevorgang mit der I-Ladung weiter.
Es gibt aber auch Ladegeräte, die mit ganz niedrigen Ampere(n) einen Ladevorgang unter den magischen 10 V, wenn es überhaupt noch möglich ist, erzwingen können.
Schöne Zusammenfassung.

Ergänzend möchte ich noch auf den Aspekt mit der zweiten Batterie zum Starten des Ladevorgangs bei Tiefentladung eingehen.

Ich bin ein Fan der Fiamm-Akkus.
Halten bei mir viele Jahre und auch, wenn sie mal tiefentladen sind, können sie sich ohne Blessuren wieder gut erholen und noch viele weitere Jahre gute Dienste leisten.
Zu Beispiel dieser hier:



ABER: Wenn der Akku durch Tiefentladung einen Schaden genommen hat, dann bekommt man die Spannung durch den Trick zwar wieder in den Bereich, wo das Ladegerät loslegt, aber bei einem Schaden an einer einzelnen Zelle kann er nicht mehr sicher die volle Spannung vertragen und er wird heiß und bläht sich auf und dann.... (zum Glück) keine Ahnung wie es weiter geht, weil ich das bisher immer rechtzeitig gemerkt habe.
Also Vorsicht bei dem Trick eine höhere Spannung zu suggerieren und den Akku nicht aus den Augen lassen und genauestens hinsichtlich Veränderung und Temperatur überwachen.

Harri
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Re: Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

Beitrag von Harri »

Jepp, ein Ladegerät kann so toll sein wie will, letztendlich muß die zuvor geknechtete Batterie auch wollen.
Auch wenn es eigentlich unsinnig ist überhaupt mit einer Ladung bei einer tiefentladenen Batterie zu beginnen, stirbt die Hoffnung zum Schluß und ich lache mich dann aus, will es aber doch wissen.

Im Rahmen von "Jugend forscht" hatte ich vor 2 Monaten die Batterie meiner Wave am Wickel.
Ich weiß nicht von wann sie ist, vielleicht sogar original, hat mindestens 2 Jahre gestanden, war mit einer Spannung von 2 V maximal tot.
Nach erzwungener Ladung mit einem Ladegeät, welches (ohne andere Batterie ) die Möglichkeit hat, hat sie sich irgendwann bis 14,4 V laden lassen und hält ohne Belastung erstmal die Spannung.
Ich rechne aber, wenn ich sie zum Starten nehme, daß sie u.U. sofort einbricht oder wenn nicht, dann nach kürzerer Zeit. Das ist mir bei der Wave egal, die läßt sich auch ohne Kicker auf 4 m ganz leicht anschieben und zuhause habe ich Ersatz. Bei einem nicht anschiebbaren Fahrzeug wäre sie sofort entsorgt worden.

Münchner
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Re: Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug

Beitrag von Münchner »

Habe mir im letzten Jahr im Mai eine Fjr1300 aus 2007 gekauft.
Der Vorbesitzer ist an der Tanke umgefallen, weil ihm die knappen 300 Kg zu schwer wurden.
Also hat er sie weg gestellt und ca. 2 Jahre einfach stehen lassen.
Glücklicherweise wurde wiederum ein knappes Jahr vorher der 40k Kundendienst bei Yamaha erlediģt und dabei auch eine neue AGM Batterie verbaut (nicht Yuasa).

Als ich das Moped besichtigte, war die Batterie absolut platt. Um den Km- Stand kontrollieren zu können, wurde meine Fokusbatterie paralell geschaltet. Nach ca. 5 min begann die platte Batterie wieder, Ladestrom aufzunehmen. Nach weiteren 10 min unternam ich einen Startversuch über die Starthilfe und konnte so dann auch eine kurze Probefahrt/Probelauf durchführen, bevor die Fjr auf den Hänger kam.

Zu Hause angekommen baute ich die Batterie aus und hing sie (zum Spass) an mein Optimate. Am nächsten Tag hatte ich ca. 12,8 Volt Leerlaufspannung, also kam das Ding wieder in die Fjr.
Die nächsten 5000 Km startete die Yamsel problemlos, selbst nach 10 Wochen Standzeit sprang sie am 1.1.23 wieder an.
Also pauschal eine AGM für tot zu erklären würde ich mir nicht mehr trauen.

Allerdings war die nagelneue Yuasa von meiner Monkey nach ca. 18 Monaten Standzeit mit 8 Volt Restspannung nicht mehr wieder zu beleben, siehe auch die vielen Super Cub Batterien hier im Forum nach 12 Monaten Standzeit beim Händler.

Probieren geht über studieren,
allerdings :ugeek: :!: steigt auch das Risiko bei solchen Batterien, das sie beim unbeaufsichtigen Reanimieren/Laden entsprechen Schaden anrichten ( Ausgasen, platzen überhitzen usw.)

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