Gedanken zu Batterieladegeräten egal für welches Fahrzeug
Verfasst: Di 3. Jan 2023, 20:43
Ich frage mich ja, wieso nur bei der Erwähnung des "Zauberwortes Batterie" in jedem Thread jedes mal neu die Frage losgeht, welches Ladegerät das billigste, schönste, leistungsstärkste oder geeignetste ist und welche Adaptierung nun die sinnvollste ist.
Ich stelle mal jetzt rein worauf ich zB bei der Verbindung achte.
Bzgl der Adaptierung gehen mir die ganzen herstellergebundene proprietäreren Adapter maximal auf den Geist, taugen m.M oft gar nichts, sind mir zu teuer, erst recht wenn man mehrere Mopeds mit unterschiedlichen Batterien hat.
Bei Mopeds bei denen man gut an die Batterie kommt, finde ich einfache isolierte Klemmen, die den Pol sicherfassen immer noch am besten.
Den seitens des Ladegerätes serienmäßige Adapter schneide ich einfach ab und ersetze stattdessen diesen durch einen verpolungssicheren Stecker.
An diesen kommen ein braunes Kabel für Masse und ein rotes Kabel für Plus. Am Ende jedes dieser Kabel findet sich ein Steckverbinder,
In den Stecker des braunen Kabels wird ein Kabel mit einer Klemme eingesteckt. Diese Klemme geht direkt auf irgendein Masse führendes Teil, entweder Rahmen oder zB Fußrastenträger.
In den Stecker auf dem roten Kabel habe ich verschiedene Möglichkeiten.
- Wenn ich gut an den Pluspol komme stecke ich ein Kabel mit einer isolierten Klemme und diese direkt auf den Pluspol.
- Wenn ich den Pluspol schlecht erreiche ist bei mir immer eine separate Plusleitung (zB um Navi oder andere Verbraucher zu versorgen) mit einer batterienahen Schwebesicherung verbaut. Ich habe halt darauf geachtet, daß das "Weibchen" der Schwebesicherung an der Batterie ist und dann schraube ich den Sicherungshalter auf. Um jetzt die Batterie mit Plus zu erreichen ist ein rotes Kabel vorbereitet mit einem Flachstecker auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit ein Schwebesicherungs"männchen".
Dieses Kabel kommt dann auf den mit dem Ladegerät schon verbundenen Verbinder und auf der anderen Seite wird das Sicherungsmännchen zusammen mit einer Sicherung in das Schwebesicherungs Weibchen gesteckt .
Diese Verbindungen im Niederstrombereich sind bei mir isoliert, stabil und zugfest vercrimpt. Zusätzlich ist durch die eindeutige Farbgebung eine Verpolung nur noch vorsätzlich möglich und moderne Ladegeräte haben zusätzlich eine Verpolungssicherung . Hier mit Versicherungen überhaupt nur versuchen zu argumentieren ist "na ja". Der einzige Zustand, der kritisch sein kann, besteht, wenn das Ladegerät eine Stromversorgungsfunktion hat. Das braucht man, wenn man ein Auto in der Werkstatt hat und der Kunde zB keine Codes für Radio hinterlassen hat/kann oder es sich um ein modernes Auto handelt mit im Fahrbetrieb ermittelten Einstellungen, die ohne Strom auf Werkseinstellung gehen. Die stehengebliebene Uhr ist eines der geringsten Probleme, da können auch Komforteinstellungen, wie eine sich in Abhängigkeit vom Fahrerschlüssel automatische Sitz oder Spiegeleinstellung sein.
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Bei den Ladegeräten kommt es auf die Ansprüche an. Laden tun sie eigentlich alle.
Ich unterscheide mal ganz grob in:
-Die einfachen Ladegeräte ohne Regelung wie vor noch 30 Jahren üblich gibt es heute wohl kaum noch. Die haben dann nur mit entweder mit 4, 6 oder 8 Ampere geladen und waren für "große Fahrzeugbatterien" so lala, kleinere im Motorradbereich übliche Batterien wurden damit lebensdauerschädlich einfach gegrillt und eine Bleisäure Batterie war voll wenn sie auf allen Zellen gegast hat
-Die einfachen Ladegeräte mit einer einfachen Regelung, da ist heute auch im Niedrigpreisbereich besseres erhältlich.
Bei diesen beiden Typen ist es (auch wenn der Uropa schon darauf geschworen hat) m.M. am günstigsten, sie zu Entsorgen, solange E- Schrott noch kostenfrei angenommen wird
-Die moderneren elektronisch geregelten Ladegeräte haben dann je nach Ausführung mindestens eine Ladekennlinie, sind gegen überlastung/zu hohe Temperatur und Verbindungsfehler abgesichert. Die besseren haben dann noch die Möglichkeit mit mehreren Ladekennlinien und auch verschiedene Ladespannungen zu laden. Eine optimale Ladespannung liegt zB je nach verwendeter Akkubauart (Blei Säure/Blei Gel/ AGMVlies/Reinblei LiFepo Lion oder in Can Bus Systemen) zwischen bis 14,7 /16 Volt, bzw 13,5V für die Pflegeladung. Wenn nichts einstellbar, wird meist nur mit einer Ladespannung/bzw einer Ladekennlinie geladen.
Entsulfatierungen sind so ein eigenes Ding, weil hier mit "brutalen" Spannungsspitzen bis mindestens ca 18V und teilweise sogar mehr, dafür aber nur ganz kurz und mit irgendwas um 0,1 Ampere. Eine Batterie kann das meist vertragen, aber bestimmte Elektronikteile können durch zerstört werden und deshalb sollte eine nennenswerte Entsulfatierung bei modernen Fahrzeugen auch nur im ausgebautem/nicht angeschloßenem Zustand durchgeführt werden.
Labornetzteile stehen für mich etwas aussen vor, haben den Vorteil, daß man zB die Spannung sehr genau statisch einstellen kann. Das erleichtert auch den Einsatz, wenn man zB eine Stromquelle benötigt. Leider haben sie selten auf Akkuladungen angepasste dynamische sich verändernde Ladekurven. Entsulfatierungen können sie meist auch nicht,
Ich habe mehrere Ladegeräte (weil ich auch mal andere ausprobiert habe) und mir dann etwas neues gekauft wenn das vorig benutzte eine von mir gewünschte Funktion nicht konnte.
Mein Favorit ist im Moment noch dieses leider nicht mehr produzierte/erhältliche Intelli3, mit den von mir oben beschriebenen Anschlüßen.
Ich wüßte ehrlich gesagt nicht, was ich mir bei Bedarf derzeit kaufen wollte.
Ich werde übrigens gerne korrigiert wenn ich etwas mißverständlich, ungeschickt oder falsch formuliert haben sollte.
[attachment=0]DSC_7940.JPG[/attachment]
Ich stelle mal jetzt rein worauf ich zB bei der Verbindung achte.
Bzgl der Adaptierung gehen mir die ganzen herstellergebundene proprietäreren Adapter maximal auf den Geist, taugen m.M oft gar nichts, sind mir zu teuer, erst recht wenn man mehrere Mopeds mit unterschiedlichen Batterien hat.
Bei Mopeds bei denen man gut an die Batterie kommt, finde ich einfache isolierte Klemmen, die den Pol sicherfassen immer noch am besten.
Den seitens des Ladegerätes serienmäßige Adapter schneide ich einfach ab und ersetze stattdessen diesen durch einen verpolungssicheren Stecker.
An diesen kommen ein braunes Kabel für Masse und ein rotes Kabel für Plus. Am Ende jedes dieser Kabel findet sich ein Steckverbinder,
In den Stecker des braunen Kabels wird ein Kabel mit einer Klemme eingesteckt. Diese Klemme geht direkt auf irgendein Masse führendes Teil, entweder Rahmen oder zB Fußrastenträger.
In den Stecker auf dem roten Kabel habe ich verschiedene Möglichkeiten.
- Wenn ich gut an den Pluspol komme stecke ich ein Kabel mit einer isolierten Klemme und diese direkt auf den Pluspol.
- Wenn ich den Pluspol schlecht erreiche ist bei mir immer eine separate Plusleitung (zB um Navi oder andere Verbraucher zu versorgen) mit einer batterienahen Schwebesicherung verbaut. Ich habe halt darauf geachtet, daß das "Weibchen" der Schwebesicherung an der Batterie ist und dann schraube ich den Sicherungshalter auf. Um jetzt die Batterie mit Plus zu erreichen ist ein rotes Kabel vorbereitet mit einem Flachstecker auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit ein Schwebesicherungs"männchen".
Dieses Kabel kommt dann auf den mit dem Ladegerät schon verbundenen Verbinder und auf der anderen Seite wird das Sicherungsmännchen zusammen mit einer Sicherung in das Schwebesicherungs Weibchen gesteckt .
Diese Verbindungen im Niederstrombereich sind bei mir isoliert, stabil und zugfest vercrimpt. Zusätzlich ist durch die eindeutige Farbgebung eine Verpolung nur noch vorsätzlich möglich und moderne Ladegeräte haben zusätzlich eine Verpolungssicherung . Hier mit Versicherungen überhaupt nur versuchen zu argumentieren ist "na ja". Der einzige Zustand, der kritisch sein kann, besteht, wenn das Ladegerät eine Stromversorgungsfunktion hat. Das braucht man, wenn man ein Auto in der Werkstatt hat und der Kunde zB keine Codes für Radio hinterlassen hat/kann oder es sich um ein modernes Auto handelt mit im Fahrbetrieb ermittelten Einstellungen, die ohne Strom auf Werkseinstellung gehen. Die stehengebliebene Uhr ist eines der geringsten Probleme, da können auch Komforteinstellungen, wie eine sich in Abhängigkeit vom Fahrerschlüssel automatische Sitz oder Spiegeleinstellung sein.
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Bei den Ladegeräten kommt es auf die Ansprüche an. Laden tun sie eigentlich alle.
Ich unterscheide mal ganz grob in:
-Die einfachen Ladegeräte ohne Regelung wie vor noch 30 Jahren üblich gibt es heute wohl kaum noch. Die haben dann nur mit entweder mit 4, 6 oder 8 Ampere geladen und waren für "große Fahrzeugbatterien" so lala, kleinere im Motorradbereich übliche Batterien wurden damit lebensdauerschädlich einfach gegrillt und eine Bleisäure Batterie war voll wenn sie auf allen Zellen gegast hat
-Die einfachen Ladegeräte mit einer einfachen Regelung, da ist heute auch im Niedrigpreisbereich besseres erhältlich.
Bei diesen beiden Typen ist es (auch wenn der Uropa schon darauf geschworen hat) m.M. am günstigsten, sie zu Entsorgen, solange E- Schrott noch kostenfrei angenommen wird
-Die moderneren elektronisch geregelten Ladegeräte haben dann je nach Ausführung mindestens eine Ladekennlinie, sind gegen überlastung/zu hohe Temperatur und Verbindungsfehler abgesichert. Die besseren haben dann noch die Möglichkeit mit mehreren Ladekennlinien und auch verschiedene Ladespannungen zu laden. Eine optimale Ladespannung liegt zB je nach verwendeter Akkubauart (Blei Säure/Blei Gel/ AGMVlies/Reinblei LiFepo Lion oder in Can Bus Systemen) zwischen bis 14,7 /16 Volt, bzw 13,5V für die Pflegeladung. Wenn nichts einstellbar, wird meist nur mit einer Ladespannung/bzw einer Ladekennlinie geladen.
Entsulfatierungen sind so ein eigenes Ding, weil hier mit "brutalen" Spannungsspitzen bis mindestens ca 18V und teilweise sogar mehr, dafür aber nur ganz kurz und mit irgendwas um 0,1 Ampere. Eine Batterie kann das meist vertragen, aber bestimmte Elektronikteile können durch zerstört werden und deshalb sollte eine nennenswerte Entsulfatierung bei modernen Fahrzeugen auch nur im ausgebautem/nicht angeschloßenem Zustand durchgeführt werden.
Labornetzteile stehen für mich etwas aussen vor, haben den Vorteil, daß man zB die Spannung sehr genau statisch einstellen kann. Das erleichtert auch den Einsatz, wenn man zB eine Stromquelle benötigt. Leider haben sie selten auf Akkuladungen angepasste dynamische sich verändernde Ladekurven. Entsulfatierungen können sie meist auch nicht,
Ich habe mehrere Ladegeräte (weil ich auch mal andere ausprobiert habe) und mir dann etwas neues gekauft wenn das vorig benutzte eine von mir gewünschte Funktion nicht konnte.
Mein Favorit ist im Moment noch dieses leider nicht mehr produzierte/erhältliche Intelli3, mit den von mir oben beschriebenen Anschlüßen.
Ich wüßte ehrlich gesagt nicht, was ich mir bei Bedarf derzeit kaufen wollte.
Ich werde übrigens gerne korrigiert wenn ich etwas mißverständlich, ungeschickt oder falsch formuliert haben sollte.
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