Bohne hat geschrieben: ↑Mi 27. Aug 2025, 22:10
Bemerkenswert finde ich ja den Einwurf von Done. Milton Friedman?!
Äh, ja. Interessanter Kerl.
Glücklicherweise hat er nicht mit allem Recht behalten, auch wenn er problematische Ansätze erkannte, bspw beim Euro:
https://blogs.faz.net/fazit/2012/01/03/ ... hrung-145/
Dessen Einführung war meiner Meinung nach wichtig, aber, wie auch die Wiedervereinigung, aus politischen Gründen viel zu schnell durchgezogen worden. Die beteiligten Länder waren wirtschaftlich zu unterschiedlich stark aufgestellt, als dass es einen Begegnung auf Augenhöhe hätte werden können. Was haben wir jetzt? Nichts anderes als Neiddebatten, die von radikalen Kräften geschürt werden und die tumbe Masse drauf reinfällt. Die klassische Sündenbocktheorie funktioniert halt immer noch.
BTT: Um was gehts letztendlich hier im Thread? Dass sich manche bevormundet fühlen, auf zwar Altbewährtes, aber Veraltetetes zu verzichten und neue Technologieen zu setzen.
Das Bessere ist des Guten Feind. Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier nach dem Motto:
Will ich nicht, mach ich nicht, tu ich nicht, wo würden wir den hinkommen, wenn das alle täten?
Klar, dann würde bei einem verordneten Rundumschlag zu einem (zu) frühen Fixtermin erstmal einiges zusammenbrechen. Aber das passiert doch auch gar nicht.
Würde auch mit Verbrennern nicht funktionieren, wenn jeder Pendler am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit erstmal seinen völlig leeren Tank randvoll machen müsste. Da würde auch die Versorgung nicht klappen, von den endlosen Schlangen vor den
LadeZapfsäulen mal abgesehen.
Hanebüchene Statistiken werden erstellt. Meist unter Weglassung wichtiger Faktoren. Kann man ungelesen ablegen unter "Lügen" und "Propaganda"
Warum wird bei Elektrofahrzeugen bspw stets genau von diesem o.g. Szenario ausgegangen und der tägliche Strom-Blackout prognostiziert?
OT:
Gespräch mir einem Ehepaar kürzlich: "Elektrofahrzeuge haben viel mehr Staubemissionen, bspw von den Reifen und Bremsen, weil die so schwer sind, so eine starke Bschleunigung haben und auch entsprechend stark gebremst werden müssen".
Auf meine Frage nach dem Gewicht und der Mortorleistung ihres SUV gefragt, kam was von "1,8 Tonnen und 260 PS".
"Boah, da quietschen die Reifen ja an jeder Ampel beim Anfahren und vor jedem Ortschild muss man ja brutalst auf 120 runterbremsen. Dann braucht die Kiste ja 30l auf 100km und kommt nur 300km weit."
Mir wurde dann vorgeworden, ich würde rumalbern und das alles in Lächerliche ziehen. "Wieso ich? Du hast doch angefangen."
BTT:
Die Chinesen sind nicht doof. Die nehmen auf ihrem Weg zur Elektromobilität und weiterer Industrialisierung auch mal dreckige Zwischenlösungen wie Kohlekraftwerke in Kauf. Nicht weil sie so gut sind, sondern eine schnelle billige Krücke zur Bewältigung der Spitzenlasten sind. Nicht mehr und nicht weniger.
Bei manchen Dingen muss halt etwas angeschoben, vielleicht sogar Druck gemacht werden, auch wenn sofort welche Kasperl irgendwss von Díktatur und Ideologie rumplärren. Da müss mer durch.