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Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 06:43
von Liberte
https://motorradzone.de/realistische-ta ... kilometer/

Eine gute Abhandlung über die Planung einer Tagesetappe.

Ich lande auf Fernreisen meist bei ca. 270 km pro Tag.
Langsam gefahren auf kleinen bis kleinsten Straßen
Viele Grüße Achim aus Bremerhaven

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 08:33
von Siedler
Welch interessanter Artikel, danke dafür.

Ich stimme in vielem damit überein, und könnte daher auch nicht eine feste Zahl nennen, da es ja wirklich Unterschiede gibt, ob ich

- mit Freunden fahre
- Ausflüge plane, mit kulinarischen oder kulturellen Zwischenstops
- ankommen möchte, um mein Bike vor Ort zu haben

Das schöne ist ja, wenn man die Begrenzung des kleinen Tanks als Maßstab für Pausen nimmt,passt das immer ganz gut, um nicht völlig gerädert am Ziel anzukommen :inno2:

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 08:46
von Brämerli
Schöne Übersicht. Der Artikel steht ja unter der Prämisse "wirklich Spass". Individuell und je nach Laune. Zudem kann der Spassfaktor untertage auch variieren. Nicht zustimmen tu ich beim Punkt, wann der teuerste Fehler passiert. Schön haben wir darüber geredet... :laugh2:

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 08:49
von Jack
...für mich ist es erstaunlich in welchen Flow, in welchen Trance-ähnlichen Zustand man nach längerer Zeit kommt, wenn man viele Kilometer an nem Tag abgespult hat. Bei mir ist das circa ab 450 km Landstraße.
Man fährt dann fast ohne nachzudenken und dennoch irgendwie sicher. Erstaunlich was das Gehirn leisten kann.

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 10:09
von Brett-Pitt
Moin Junx,

270 km am Tag finde ich schon sportlich !!!
200 km war in Spanien unser Maximum.
Im Schnitt eher 150 km, da der Liter Rotwein beim
10-Euro-Tagesmenü mittags schon inkludiert war.
Also vormittags 100 km, dann Suppefassen, dann
Siesta, danach 50 bis 99 weitere Kilometer, weils
in Spanien erst ab 21 Uhr Abendessen gibt. Das
steht da so im Grundgesetz ... Franco unn so ...

Datt all ohne Begleitfahrzeug, mit 30 Kilo Gepäck
aufm Räck, aber mit rasierten Beinen.

...

Ach, es geht hier um MOTORRÄDER ???
Ihr Weicheier. Rom-Kxxxx am Stück. 1.800 km,
mit 17PS-SR250. Wir waren jung und hatten
kein Geld für Übernachtungen.

Weiter-Mille-Miglia,

Iron-Butt-Pitt
(Rom. Die Sonne brennt. Die Frisur sitzt. 3-Wetter-Tough)
((Aber getz im Ernst: Milano-Taranto ???
Paris-Brest-Paris! Hauptsache gen Italien))
https://de.wikipedia.org/wiki/Brevet_(Fahrrad)

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 13:11
von H.A.B. Mitleid
Brett-Pitt hat geschrieben: ↑
Mi 19. Aug 2026, 10:09
Ach, es geht hier um MOTORRÄDER ???
Ihr Weicheier.
40 km, zu Fuss, ihr Warmduscher... unter der erbarmungslosen Sonne Galiziens.

Weiss nicht wie ich das vor 3 Jahren geschafft habe. Ich schwöre, Drogen waren dabei nicht im Spiel (ausser die körpereigenen Opiate natürlich)

Re: Länge einer Tagesetappe

Verfasst: Mi 19. Aug 2026, 20:33
von Done #30
Viel geschrieben, nichts gesagt, außer dass es bei jedem anders ist.

- Schlechtes Wetter lässt meine Tagesfahrleistung entweder komplett auf Null fallen oder exorbitant steigen.
Wenn ich auf dem Heimweg bin und in schlechtes Wetter gerate dann überlege ich mir nicht lange, ob ich eine Übernachtung einlege. Der Gedanke an Quartiersuche, dem erfahrungsgemäß erfolglosen Versuch das Zeug über Nacht zu trocknen und am nächsten Morgen wieder in die nassen, kalten Klamotten steigen zu müssen ist fürchterlich. Da schau ich lieber, dass ich noch was zu essen und trinken bekommen kann und knüpple dann in einem Rutsch heim.
- wenn ich morgens bereits ein Quartier für den Abend buche, dann meist im Umfeld von ca 250-300km Luftlinie, was dann meistens 350-400km Landstraße bedeutet.
Das kann bei manchen Menschen ganz eays sein und man kommt schon am frühen Mittag an, aber bei mir bedeutets das meist Prokrastination vom ersten Kilometer an. Es wird getrödelt, fotografiert, gequatscht, kier ein Umweg, dort ne Sehenswürigkeit und irgendwann bei einbrechender Dunkelheit der Blick aufs Navi: Schnellste Strecke zum Ziel noch zwei bis drei Stunden. Dann wird wieder durch die Nacht geknüppelt, Werni kennt das ;-)
- Alternativ: Morgens los, sich treiben lassen und spätnachmittags dann Quartiersuche. Kann an langen Wochenenden in Frankreich und Belgien u.U. zum Problem werden. Man findet kein Quartier und und rollt dann den Schlafsack in einer Bushaltestelle aus oder das Quartier in den Ardennen ist 20km Luftlinie weg, was nach 40km Fahrt immer noch eine 8km-Etappe auf Feldwegen durch den dunklen Wald bedeutete.
- Auch Pannen können sich höchst unterschiedlich auswirken: Entweder
- Abbruch der Tour, Unterbringung des havarierten Gefährts, Quartiersuche, Reparatur am nächsten Tag und dann Weiterfahrt
- Abbruch der Tour, Unterbringung des havarierten Gefährts, Weiterfahrt per Bahn und am nächsten Tag mit dem Ersatzeil wieder hin, Reparatur und Weiterfahrt
- Unterbrechung der Tour, Reparatur und dann wieder knüppeln bis zum morgens gebuchten Quartier

Mein Fazit inzwischen:
- Planung ist alles,
- Das Teil was verreckt, hast sowieso nicht dabei, also ärgere dich nicht.
- aber am wichtigsten ist ein Plan B. Und wenns nur der Schutzbrief ist, bzw ein Chef, der es akzeptieren kann, wenn man einen Tag später erst aus dem Urlaub kommt.

Jede Tour ist anders und etwas ist immer ;-)
Wenn alles klappt werd ich misstrauisch. Ich bin immer noch verblüfft, wie meine Tour nach Helsinki und zum Dieseltreffen nach England geklappt hat, naja abgesehen von der geplanten Nachtfähre nach Hull.
Danke an Himbeer-Toni, Harri und Maddin für ihrer Unterstützung noch auf diesem Weg ;-)