Innova-raser hat geschrieben: ↑Fr 28. Feb 2020, 05:05
Done #30 hat geschrieben: ↑Fr 28. Feb 2020, 00:30
Wenn es drauf ankommt, überleben nicht die, die vorgesorgt haben, sondern die, die sich im Bedarfsfalle mit Gewalt die notwendigen Dinge holen können. In der Krise ist ne Knarre nützlicher als ein Dosenöffner. Da bittet keiner mehr.
Hmm....
Das ist jetzt aber seeeeehr, wirklich seeeeeehr zugespitzt.
Nein, das ist schlichtwegs die Lebenserfahrung einer Generation, die noch bewusst den Krieg miterlebt hat. Also "unseren" Krieg und seine unmittelbaren Auswirkungen. Das prägt. oder wie man heutzutage sagt, das traumatisiert und bestimmt das nachfolgende Denken und Handeln, die Moralvorstellungen, also ein evtl vorhandenes Gerechtigkeitsempfinden und Empathie.
Diese Generation weiß aber auch: Ein Krieg ist nicht mit dem Waffenstillstand zu Ende. Siehe nur ein Beispiel als Kriegsfolge die
Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei
ok, wir haben das und sowas Ähnliches niemals mehr mitbekommen. Weltweit waren und sind aber Kolonnen unterwegs zu uns, die so eine Traumatisierung erst jüngst abbekommen haben und ganz genau wissen, dass wir Erste-Welt-Länder daran nicht ganz unschuldig sind.
Es geht mir nicht um die gegenseitige Aufrechnung von Schuld, Unschuld, Rache oder ähnlichem. Mir geht es darum, auch mal den anderen Blickwinkel zu sehen. Das egozentrische Weltbild zu hinterfragen hilft Verständnis zu haben für die Situation der anderen, um von dem was kommen wird, nicht völlig überrascht zu sein. Dieses Hinterfragen war und ist bspw den Amerikanern völlig unbekannt, weshalb sie von nineeleven so völlig überrumpelt wurden und entsprechend panisch reagierten.
Jeder der ein bischen Erfahrung bspw als Veranstalter, Verkehrsplaner oder im Rettungsdienst hat weiß: Der Mensch an sich ist doof und die Summe der Intelligenz in einer Menschenansammlung ist konstant. Je mehr Leute auf einem Haufen sind, mit um so dämlicherem Verhalten musst du rechnen. Das ist nicht mehr steuerbar. Es gibt nichts, was man bei Menschen als Schwarmintelligenz bezeichnen könnte, rechne eher mit kollektiver Dummheit bis hin zur Massenpanik.
Dazuu brauchts keinen Krieg, keien Krise, es genügt einfachste Betroffenheit, bspw auf der Autobahn im Stau. Die einen bilden ne Rettungsgasse und
andere nützen genau das gnadenlos aus. Auch ein Auto kann ne Waffe sein.
Nein, das ist nicht "seeeeeehr zugespitzt."
Ich habe bislang keine besondere Angst vor Corona oder Grippe, auch wenn der Vergleich inzwischen nicht mehr gerechtfertigt ist.
Aber ich fürchte mich vor dem aus o.g. Gründen nicht kalkulierbarem Verhalten meiner Mitbürger.
bspw. vor dem dem Kerl von nebenan, der sich um nichts scheißt, aber genau weiß, wo meine Raviolidosen sind.
noch mehr fürchte ich die Verantwortungsträger, die sagen,
sie hätten alles im Griff für eine kommende Krisensituation, obwohl schon im Normalbetrieb der Laden auf Kante genäht ist.