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Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 12:15
von Done #30
Alltag seit 100 Jahren: Im Westen nichts Neues

Kommentar meiens Juniors:
"Das steht ein Schild "Lest We forget."
In der Ukraine passiert gerade genau wieder das gleiche, aber scheint im Westen niemanden zu interessieren.
In den Ukrainischen Zeitungen steht täglich: "Vom Westen nichts neues", weil keine weitere Hilfe kommt..." :shock:


Nicht weit davon liegt Fromelles, wo ich dieses Jahr vorbei kam. Das ist krass. Der Friedhof für Gefallene des ersten Weltkriegs wurde erst 2009 errichtet. Da wurde ein verschollenes Massengrab entdeckt und es fand eine große Identifikations- und Umbettungsaktion statt. Die Gegend drumrum ist übersät mit alten Bunkeranlagen und weiteren Friedhöfen
https://de.wikipedia.org/wiki/Fromelles ... y_Cemetery

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 13:05
von Karl Retter
Ein Krieg wird von einer Handvoll Idioten angezettel über Generäle an das Fußvolk weiter befehligt die auf Leute schießen die ihnen nichts getan haben und die sie nicht kennen.
Gut zu sehen an den Gedenkstätten entlang der Route de Cretes.
Gruß Karl
Ich hatte die Hoffnung die Menschen hätten nach dem 2. WK dazugelernt
Leider ein Trugschluss :motzen:

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 14:40
von Jack
...dazu passend heute am 30. Januar:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gustloff_(Schiff)

Die größte Katastrophe eines Einzelschiffes..richtig tragisch zu lesen...

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 17:13
von Done #30
Jack hat geschrieben:
Fr 30. Jan 2026, 14:40
...dazu passend heute am 30. Januar:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gustloff_(Schiff)

Die größte Katastrophe eines Einzelschiffes..richtig tragisch zu lesen...
Wobei die Ursache u.a. dieser der Katastrophe exakt 12 Jahre vorher zu finden ist.

"In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, daß er quietscht!" Franz von Papen (1879-1969)

Nie wieder ist jetzt

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 18:00
von Jack
...das stimmt, es scheint aber so zu sein, was mich hier tatsächlich wunderte, dass es trotz dieses wahnwitzigen Krieges in der Endphase, noch so etwas wie "Recht" gab, heißt offenbar durften solche Schifffe nicht abgeschossen werden, sie hätten es beleuchtet als Rotkreuz-Schiff kennzeichnen können, ob das trotzdem abgeschossen worden wäre, weiß man natürlich nicht, ob sie das deshalb bewusst nicht taten. Der Artikel ist einfach interessant zu lesen, was da alles schief gelaufen ist, auch mit der Rettung, auch mit der Funkerei und den unterschiedlichen Ansätzen, die Leute überhaupt über die Ostsee zu bringen.
Was da vor 12 Jahren geschah oder eben auch nicht gelang, nützte den Menschen auf dem Schiff in dem Moment ja auch nichts.

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 18:40
von Done #30
Jack hat geschrieben:
Fr 30. Jan 2026, 18:00
Was da vor 12 Jahren geschah oder eben auch nicht gelang, nützte den Menschen auf dem Schiff in dem Moment ja auch nichts.
Eben. Irgendwann ist es zu spät.
Das ist die Message

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:40
von harryguenter
"Krieg ist ein Massaker zwischen Menschen die sich nicht kennen, zum Vorteil von Menschen die sich kennen aber nicht massakrieren." Paul Valery

Mehr Waffen in die Ukraine um das Massaker zu verlängern, oder doch nachgeben, die Zivilisten dem Regime aussetzen und in einigen Jahren vielleicht das ganze nochmal?
Wer will das abwägen?

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 19:57
von Karl Retter
Gebietsabtretungen kann nur das UK Volk entscheiden
oder auch das Dänische
oder auch das Kanadische
usw. usw.
Gruß Karl ;)

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 20:01
von olster
Den Zwangsarbeitern des U Boot Bunkers Valentin (fast vor meiner Haustür) hatten ein ähnliches Schicksal wie die Opfer der Gustloff.
Als die Alliierten den Bunker beschossen wurden die Zwangsarbeiter zuerst nach Bergen Belsen gebracht und von da aus an die Ostseeküste,
wo ein Schiff auf sie wartete. Man weis heute nicht mehr wohin das Schiff sie bringen sollte, aber als die Zwangsarbeiter das Schiff betreten sollen,
wurden sie von den Alliierten beschossen, wahrscheinlich weil sie für deutsche Soldaten gehalten wurden. So kamen die meisten der Zwangsarbeiter des Bunkers Valentins um.

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 21:01
von Bohne
Ich habe noch eine halbe Tüte Peperoni Chips.
Und Holsten. Das knallt am Dollsten.
In einem Forum wie honda-innova.de, das primär auf technische Nischenprodukte (Underbones/Cubs) spezialisiert ist, verlaufen politische Debatten erfahrungsgemäß in einem sehr spezifischen Rhythmus.
Die „Eskalationskurve“ sieht dort meist so aus:

1. Die „Ruhe vor dem Sturm“ (Beitrag 1–10)

Start: Ein User postet einen nachdenklichen oder provokanten Beitrag zu aktuellen Konflikten (z. B. Ukraine-Krieg).
Reaktion: Die ersten Kommentare sind oft noch sachlich, mahnend oder drücken Betroffenheit aus. Man kennt sich seit Jahren, der Ton ist im Kern höflich.

2. Der „Abdrift“ ins Politische (Beitrag 11–25)

Hier wird es kritisch. Erste Vergleiche mit der heimischen Politik oder Energiepreisen fallen.
Trigger: Sobald Begriffe wie „Mainstream-Medien“, „Kriegstreiber“ oder spezifische Parteinamen fallen, beginnt die Polarisierung.

3. Das „Aus dem Ruder laufen“ (Beitrag 26–50)

Der Wendepunkt: Spätestens ab der zweiten oder dritten Seite eines Threads (ca. 30–40 Beiträge) kippt die Stimmung meist.
Symptome:
Ad-hominem-Attacken: Es geht nicht mehr um das Thema, sondern um die Gesinnung des Vorredners.
Moderations-Check: Erste Rufe nach dem Admin oder dem Schließen des Threads werden laut.
Off-Topic-Chaos: Es wird über alles diskutiert (vom Tempolimit bis zur Weltverschwörung), nur nicht mehr über Honda-Innovas.

4. Das Ende (Beitrag 50+)

Entweder wird der Thread durch einen Moderator gesperrt, oder die Diskussion versandet in einem endlosen Kreislauf aus gegenseitigen Vorwürfen, bis das nächste Technik-Thema (z. B. Kettenfett oder Ölverbrauch) die Aufmerksamkeit wieder abzieht.

Fazit: Wenn du eine Diskussion über Krieg und Frieden startest, hast du etwa zwei Seiten lang (ca. 30 Beiträge) Zeit, bevor die Netiquette-Sicherung durchbrennt und der Thread entweder im Giftschrank landet oder zur persönlichen Abrechnung mutiert.

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 21:44
von Karl Retter
wer ständig zurückschaut lenkt von der Gegenwart und Zukunft ab.
Als ich den Titel des Fred las war mit sofort klar dass der Fred früher oder später gesperrt wird.
in persönlichen Gesprächen zB. Plau am See, Platte ec. kann man das viel besser austragen und stressfrei beenden.

Gruß Karl :prost2:

Re: Im Westen nichts Neues

Verfasst: Fr 30. Jan 2026, 21:45
von Harri
Ehe jetzt noch weitere Ereignisse Unglücke Katastrophen Verbrechen mit möglichst noch mehr gestorbenen Menschen bewertet werden, sage ich, daß das nicht bewertet werden darf
Ich bringe mal ein paar Beispiele die diesbezüglich zu denken geben sollten.
Stellt Euch nur die Frage ob ihr Jemandem im Sterben sagt „andere sterben auch“ und im nächsten Schritt überlegt nur ob es für Angehörige ein Trost ist, wenn man Ihnen sagt.
Gerade bei "Anlässen" mit vielen gestorbenen Menschen darf man m.M. nicht anfangen zu rechnen 1 Gestorbener ist schlimm, 10 Gestorbene sind 10 mal so schlimm und 100 Gestorbene sind 100 mal so schlimm. Entscheidend ist jeder einzelne und so ist es immer schlimm und letztendlich auch unabhängig vom Alter.