Autorennen-Mord-Urteil

ts1
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von ts1 »

Was ist gerecht daran, wenn ein Leistungsverweigerer und Sozialschmarotzer so gut wie nicht bestraft wird und die Leistungsträger drakonisch bestraft werden?
Klar, kann man probieren. Haben gewisse Länder auch probiert und die Leistungsträger erfolgreich vertrieben bzw. exekutiert.
Probiert es in Eurem Herrschaftsbereich ruhig noch einmal aus.

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Cpt. Kono
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Cpt. Kono »

Innova-raser hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 12:16

Alles Sinnlos. Man will es nicht ja gar nicht verstehen. Es ist ja alles so geil! Die Welt wird an ihrer eigenen Blöd- und Technikverliebheit zugrunde gehen.

Aber all das ist nichts neues. O.W. hat ja, unter anderen, die beiden sehr spannenden und lesenswerten Bücher geschrieben; 1984 und Animal Farm. Daneben ist auch Farenheit 451 sehr lesenswert und alles vor über einem halben Jahrjundert, unter ganz anderen Voraussetzungen geschrieben. Inteligenz ist halt immer noch ein bleibender Wert.
Hi Andy, ... meintest bestimmt George Orwell G.O.. Früher war ich ja der Meinung Orwell war Optimist. Mittlerweile denke ich das er naiv war.
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Harri
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Harri »

ts1 hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 21:29
Was ist gerecht daran, wenn ein Leistungsverweigerer und Sozialschmarotzer so gut wie nicht bestraft wird und die Leistungsträger drakonisch bestraft werden?
Klar, kann man probieren. Haben gewisse Länder auch probiert und die Leistungsträger erfolgreich vertrieben bzw. exekutiert.
Probiert es in Eurem Herrschaftsbereich ruhig noch einmal aus.
Da bist Du mit der obigen Bewertung jetzt unnötig weit übers Ziel hinausgeschossen. Das musste nicht sein und dieser untaugliche Versuch Mitmenschen in "Schmarotzer" und "Leistungsträger" aufzuteilen ist mehr als kontraproduktiv.
Jede Strafe wird halt immer individuell unterschiedlich empfunden werden. Bei Geldstrafen ist es halt vom zu Verfügung stehenden Geld oberhalb des "Über"Lebensbedürfnis und bei Fahrverboten, davon abhängig, ob jemand den Führerschein überhaupt braucht.
So ein "Beitrag" wie oben ist m. M. reines Flamen und nicht der Sache förderlich.

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werni883
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von werni883 »

Servus,
ihr könnt euch echt begeistern für Recht & Gerechtigkeit!
.
"Ohne zu bremsen in den Gegenverkehr: Norweger sitzt nach tödlichem Autounfall im Pinzgau in U-Haft.

03.03.2017, 18:00

Erst vor wenigen Tagen hat ein Präzedenzfall in Deutschland für Aufsehen gesorgt. In einem Prozess um ein illegales Autorennen...

Ein ähnlicher Prozess könnte bald auch in Salzburg verhandelt werden. Wie die dortige Staatsanwaltschaft am Freitag bestätigt, wurde am Donnerstag über einen 42-jährigen Todeslenker die Untersuchungshaft verhängt. Der Norweger hatte am 20. Februar in Leogang im Salzburger Pinzgau einen verheerenden Unfall verursacht. Mit weit überhöhter Geschwindigkeit war der Familienvater auf der Hochkönig-Bundesstraße mit seinem BMW X5 unterwegs und krachte auf der Gegenfahrbahn frontal in den Audi A3 von Stefan N. (24), der in den Trümmern seines Fahrzeugs starb." MORD
.
Der Norweger war die ganze Zeit auf der Gegenfahrbahn geblieben, bis es eben krachte.
.
werni883

ps: Die Staatsanwaltschaft geht von einem bedingten Tötungsvorsatz aus und ermittelt wegen Mordverdachts. "Es kommt zwar immer wieder vor, dass Lenker grob fahrlässig und zu schnell fahren und Unfälle passieren", erklärt Robert Holzleitner, Sprecher der Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen des ungewöhnlichen Falls. "Aber hier hat der Lenker bis zuletzt durch nichts erkennen lassen, dass er die Kollision vermeiden wollte." Der Mann sei extrem gefährlich gefahren und habe durch sein Fahrverhalten den Tod des Opfers "ernstlich für möglich" gehalten.

Der Norweger soll laut Zeugenaussagen bereits vor dem Unfall, bei dem er selbst sowie seine Frau und seine im Fond des Wagens befindlichen Kinder (sieben und acht Jahre alt) schwer verletzt wurden, mehrfach gefährlich überholt haben.

Keine Reaktion gezeigt
Dem Untersuchungsergebnis eines Gutachters zufolge war der Norweger zum Unfallzeitpunkt mit 140 bis 150 km/h statt der erlaubten 80 km/h und ohne ersichtlichen Grund auf der falschen Fahrbahnseite unterwegs. Der Mann hätte vor einem Fahrbahnteiler noch rechtzeitig auf die rechte Fahrbahn zurückfahren können, stellte der Sachverständige fest. Doch der 42-jährige habe keine Reaktion gezeigt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Beschuldigte ein Bremsmanöver eingeleitet oder versucht habe, dem entgegenkommenden Pkw auszuweichen. Der Norweger schweigt zu den Vorwürfen. KURIER www.kurier.at
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Innova-raser »

Cpt. Kono hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 08:03
Hi Andy, ... meintest bestimmt George Orwell G.O.. Früher war ich ja der Meinung Orwell war Optimist. Mittlerweile denke ich das er naiv war.
Exakt den meine ich. :up2:

Und mir ergeht es genau so wenn ich von Zeit zu Zeit diese beiden Bücher wieder mal lese. Leider! :wein:
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the-dude

Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von the-dude »

ts1 hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 21:29
Was ist gerecht daran, wenn ein Leistungsverweigerer und Sozialschmarotzer so gut wie nicht bestraft wird und die Leistungsträger drakonisch bestraft werden?
Klar, kann man probieren. Haben gewisse Länder auch probiert und die Leistungsträger erfolgreich vertrieben bzw. exekutiert.
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Kann ich absolut nicht nachvollziehen diese Argumentation. Jeder kann seinen Job verlieren und auch längere Zeit arbeitslos sein, sei es durch Krankheit oder durch andere Gründe. Ich kenne viele die sich von einem befristeten Job zum nächsten hangeln, frisch nach dem Studium keine Seltenheit. Diese als Schmarotzer zu bezeichnen ist nicht fair, sie geben sich viel Mühe, scheitern aber am System.

Ein Firmenchef oder Manager (lt. deiner Aussage "Leistungsträger") ist mMn auch ein Sozialschmarotzer, wenner seine Mitarbeiter nicht fair bezahlt und alles in die eigene Tasche steckt.

Es geht doch vielmehr um den Zweck einer Strafe/Bußgeld und der ist nicht erfüllt. Es geht nicht um Bereicherung der Staatskassen, auch wenn es einem in manchen Fällen so vorkommen mag.

Man sieht sowas doch auch an den Leuten aus dem Ausland, die hier her kommen, um mal richtig Gas zu geben. Das sicherlich nicht nur wegen der Autobahnen.

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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Brett-Pitt »

Um das Nebenthema "Strafmaß" mal abzukürzen:

1.) Strafe muß wirken, also "wehtuen".
2.) Strafe muß zeitnah zur Tat erfolgen, ansonsten
bleibt sie ohne "Erziehungscharakter".
3.) Geldstrafe soll vor Haft bewahren. Wer nicht
zahlen kann oder will, geht halt für soundsoviel
Tage in Ersatzhaft, Beugehaft etc.

Ich bin kein Jurist, und die meisten hier sind es
auch nicht. Was wir alle wollen, ist mehr Sicherheit
auf den Straßen, da wir ungeschützt mit 8 PS unterwegs
sind.

Überlassen wir das Feld also den Verkehrsrechtjuristen.
Kümmern wir uns um unsere Sichtbarkeit und Reflexe.

Grad kommt die Sonne raus. Noch 3 Wochen, dann titelt
BILD wieder wie jedes Jahr: "Jetzt rasen sie wieder"

Geniesst das Wochenende,
Relaxx-Pitt
Den jährlichen Flug über den Indik (13 to. CO2) kann man weder
mit Eigenstrom-Auto noch mit Nullenergie-Haus kompensieren !!!

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Innova-raser
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Innova-raser »

the-dude hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 12:35
Zusätzlich ist noch Schöne Neue Welt von Aldous Huxley zu empfehlen. Stehen alle im Regal. Wirkt aber in der heutigen Zeit sehr harmlos. Der Televisor war nichts wert im gegensatz zum Smartphone.
Danke für den Tipp! Denn ich lese sehr gerne und vor allem Dinge die von Menschen geschrieben worden sind die sich ernsthaft mit der Gesellschaft, wie sie zu deren Zeit war, auseinandergesetzt haben. Mal schauen ob sie das hier im National Bookstore haben.

Bin da aber eher pessimistisch. Als ich in zwei grossen Filialen nach reinforcement rings (weiss leider nicht mal was die korrekte deutsche Bezeichnung dafür ist, denn die gibt es ja an so gut wieder jeder Ecke), also die Verstärkungsringe für Ordnerblätter bei denen man das Loch kaputt gemacht hat, fragte, erwiederte man mir; Sorry Sir, no stock. Ein Anruf in 2 weiteren Filialen führte zum selben Ergegnis. Bestellen könnte ich es, aber es dauere 3 Monate bis die dann da sind! :stirn:

Hab sie dann in Thailand bestellt. Lieferzeit rund eine Woche. Internet sei Dank! So werde ich sicher auch dieses Buch finden. :mrgreen:
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werni883
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von werni883 »

Servus,
ich habe eben die "schöne neue Welt" von Huxley in youtube gefunden.
5 min + 8 h
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teddy
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von teddy »

werni883 hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 10:02
Der Norweger soll laut Zeugenaussagen bereits vor dem Unfall, bei dem er selbst sowie seine Frau und seine im Fond des Wagens befindlichen Kinder (sieben und acht Jahre alt) schwer verletzt wurden, mehrfach gefährlich überholt haben.
Dem Untersuchungsergebnis eines Gutachters zufolge war der Norweger zum Unfallzeitpunkt mit 140 bis 150 km/h statt der erlaubten 80 km/h und ohne ersichtlichen Grund auf der falschen Fahrbahnseite unterwegs. Der Mann hätte vor einem Fahrbahnteiler noch rechtzeitig auf die rechte Fahrbahn zurückfahren können, stellte der Sachverständige fest. Doch der 42-jährige habe keine Reaktion gezeigt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Beschuldigte ein Bremsmanöver eingeleitet oder versucht habe, dem entgegenkommenden Pkw auszuweichen. Der Norweger schweigt zu den Vorwürfen.

Und jetzt kommt der Verteidiger des Norwegers (wohlgemerkt der Verteidiger MUSS ja versuchen das Beste fuer seinen Mandanten herauszuholen, ihm ist Nichts vorzuwerfen!) vors Gericht und legt ein anderes, von ihm beauftragtes, Gutachten auf den Tisch. Darin steht deutlich, dass der Norweger zur Zeit des Unfalls und auch einige Zeit vorher, geistig umnachtet und nicht zurechnungsfaehig gewesen sei. Aus der zitierten Schilderung des Kurier kann sogar ein absoluter Unkundige, wie ich Einer bin, voellige geistige Abwesendheit konstruieren.
Der arme Richter, er darf ja nicht sein persoenliches Empfinden ins Urteil einfliessen lassen, nur festgestellte Fakten.
Gruesse, Peter.

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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von teddy »

DonS hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 17:00
Kriegt der alte Sack im zweiten Auto die Panik das ich ihm vorfahren könnte und gibt als er mich links bemerkt gierig Gas um mich ja nicht vor ihm reinzulassen.
Blöd nur, es war noch Rot und der Vordermann (Frau) stand noch.
Rumms knallt der ihr hinten drauf.
Der VCOe sagt doch immer " behalte jederzeit Augenkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern". Und da haettest Du halt Sehen muessen, dass Wagen 2 seine Zaehne fletscht weil Du an ihm vorbeifahren willst. Also hinter ihm bleiben ist angesagt. Und wieso faehrst Du da trotzdem noch vorbei? Die arme Frau in Wagen 1, sie hat nun den Schaden und die Sores, nur weil Du nicht aufgepasst hast. Schaem Dich zutiefst.
In einem Kabarettprogramm waere Obiges ein grosser Publikumsknaller, ich meine kein Wort im Ernst davon, bittschoen!
Gruesse, Peter.

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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Innova-raser »

werni883 hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 18:36
Servus,
ich habe eben die "schöne neue Welt" von Huxley in youtube gefunden.
5 min + 8
Habe soeben das Buch in Google gesucht. Und? Was schlägt google vor unter "wird auch oft gesucht"? :laugh2:
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von harryguenter »

Harri hat geschrieben:
Fr 3. Mär 2017, 23:30
Wie sind denn die Partner/Angehörige von Alleinverdienern zu bewerten?
...
Wieso sollen dann nur Bußgelder/Strafe davon betroffen sein oder sollten dann nicht am besten auch noch gleich alle anderen Waren/Dienstleistungen (zB Brot, Busfahrschein, Briefporto etc) in einem Zug auch einkommensabhängig bewertet werden ? ...
1. Natürlich reden wir über Bußgelder und auch nicht Ordnungswidrigkeiten (welche aber durchaus auch erhöht werden düften). Und Deine weiteren Ausführungen sind natürlich polemischer Quatsch. Und wie ich schon sagte - Tagessätze als Strafe sind ja nun was alltägliches in unserer Rechtssprechung und wird seltsamerweise in den anderen Bereichen auch anerkannt. Aber wenns ums liebe Blechle geht...

2. Partner von Alleinverdienern? Haben i.d.R. eine gemeinsame Steuererklärung gemacht und damit ein gemeinsames zu versteuerndes Einkommen welches man als Bemessungsgrundlage hernehmen kann. Aus anderen Rechtsbereichen gibts dafür bestimmt schon eine Kopiervorlage die man verwenden könnte.

Und warum immer die Randgruppen bei den Verdiensten? Weil man dort die Unsinnigkeit von Absolutbeträgen am Deutlichsten sieht.
Ein 400 EUR Bußgeld ist halt für einen Sozialhilfeempfänger eine andere Hausnummer als für einen Manager. Wärend der eine nen Monat lang hungert und friert schüttelt sich der andere mal kurz und rast dann weiter - ist das eine Vorstellung von Gerechtigkeit von Strafen? Letzterer wird doch erst gemäßigt wenn er genug Punkte zusammenhat dass ein Führerscheinverbot droht.
Früher als die Einkommensspanne weniger groß war mag das noch halbwegs funktioniert haben.

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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von Harri »

harryguenter hat geschrieben:
Mo 6. Mär 2017, 09:19
Harri hat geschrieben:
Fr 3. Mär 2017, 23:30
Wie sind denn die Partner/Angehörige von Alleinverdienern zu bewerten?
...
Wieso sollen dann nur Bußgelder/Strafe davon betroffen sein oder sollten dann nicht am besten auch noch gleich alle anderen Waren/Dienstleistungen (zB Brot, Busfahrschein, Briefporto etc) in einem Zug auch einkommensabhängig bewertet werden ? ...
1. Natürlich reden wir über Bußgelder und auch nicht Ordnungswidrigkeiten (welche aber durchaus auch erhöht werden düften). Und Deine weiteren Ausführungen sind natürlich polemischer Quatsch. Und wie ich schon sagte - Tagessätze als Strafe sind ja nun was alltägliches in unserer Rechtssprechung und wird seltsamerweise in den anderen Bereichen auch anerkannt. Aber wenns ums liebe Blechle geht...

2. Partner von Alleinverdienern? Haben i.d.R. eine gemeinsame Steuererklärung gemacht und damit ein gemeinsames zu versteuerndes Einkommen welches man als Bemessungsgrundlage hernehmen kann. Aus anderen Rechtsbereichen gibts dafür bestimmt schon eine Kopiervorlage die man verwenden könnte.

Und warum immer die Randgruppen bei den Verdiensten? Weil man dort die Unsinnigkeit von Absolutbeträgen am Deutlichsten sieht.
Ein 400 EUR Bußgeld ist halt für einen Sozialhilfeempfänger eine andere Hausnummer als für einen Manager. Wärend der eine nen Monat lang hungert und friert schüttelt sich der andere mal kurz und rast dann weiter - ist das eine Vorstellung von Gerechtigkeit von Strafen? Letzterer wird doch erst gemäßigt wenn er genug Punkte zusammenhat dass ein Führerscheinverbot droht.
Früher als die Einkommensspanne weniger groß war mag das noch halbwegs funktioniert haben.

Wir haben das vorige Jahrtausend aber schon Überschritten und es gibt durchaus auch Partner und Angehörige, die keine gemeinsame Steuererklärung machen. Nehme als Beispiel nur Kinder in Studium/Ausbildung oder bei Partnern unseren derzeitigen Noch- Bundespräsidenten.
Du kannst Dir das einfach so merken. Das mag Dir zwar ungerecht erscheinen, dürfte aber nicht widersprochen sein:
Bei weniger Geld tut halt jede Ausgabe (egal ob Brot oder sonstwas) mehr weh und wieso sollte das jetzt bei Strafen anders sein. Das ist keine Polemik, sondern einfach Realität.

ts1
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Re: Autorennen-Mord-Urteil

Beitrag von ts1 »

Das ist bei Freiheitsstrafen ja auch unterschiedlich:
Der eine müsste für das Staatshotel eigentlich noch bezahlen, ist es doch bequemer als die Parkbank und zudem mit Vollpension.
Der andere bekommt dadurch einen ernsthaften Karriereknick, denn in den seltensten Fällen wird ihm der Arbeitgeber bei vollen Bezügen freistellen, eher die fristlose Kündigung schicken.

Selbst bei Körperstrafen ist keine absolute Gleichheit garantiert.
Meine Mutter hatte 6 Finger an den Händen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn einer (z.B. im Rahmen von Yubitsume) veloren geht. Muß man nur ganz abschneiden, dann fällt das gar nicht auf!
Bei einem Schreiner der eh nur noch 3 Finger hat ...

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