Rollopa hat geschrieben: ↑Mo 25. Sep 2017, 18:48
Man sieht es ja immer wieder, wie deutsche nach Mallorca oder ähnliches ziehen, und alles verlieren, weil sie eben nicht sprechen, schreiben, reden können. Zudem wissen sie die Gesetze nicht. Sie sind quasi hilflose Personen und daher gute Opfer, die finanziell ausgenommen werden.
Persönlich kenne ich einige, die reingefallen sind. Verlieren kann man im Prinzip alles.
Wie hast Du es denn gemacht? Einfach rüber nach den Philipinen und fertig? Vermutlich wohl nicht.
So lerne aus den Fehlern der anderen. Ich habe kaum, bzw keinen Kontakt zu anderne Ausländern hier. Deshalb kenne ich diese Geschichten auch nur vom hören sagen. Aber ich habe einige Freunde die im Ausland wohnen, also im klassischen Sinne ausgewandert sind.
Und heute, wo so gut wie alles globalisiert ist, sogar der Kapitalsmus, fühlt es sich nicht mehr wirklich fremd an in der Fremde. Die Sprache kann man lernen, das ist kein Problem. Aber viel wichtiger ist die Einstellung. Also ob man sich auf andere Kulturen und Menschen einlassen und sich in die ferne Gesellschaft einfügen kann. Das sollte auch der Indikator werden wo man sich niederlassen möchte.
Spanien, oder noch besser, Thailand sind beides Paradebeispiele für Ausländer die es nicht wirklich geschafft haben. Die Gründe sind vielfältig. Meistens aber sind die Menschen komplett blauäugig angereist und gemeint dass sie alles besser können, wissen und sowieso die herschende Rasse sind. Nicht wenige denken es sei alles ganz einfach. Man steige aus dem Flieger aus und eröffne ein Bar und schon fliesst das Geld in rauhen Mengen. Und alles sei sowieso spottbillig.
Andere erfüllen sich in Thailand die feuchten Glatzenträume und meinen, weil sie nun einmal einen Tempel besucht und eine Winkekatze Zuhause haben. den Buddismus und die dortigen Menschen verstanden zu haben. Und sie wollen nicht merken dass es so nicht geht. Verschiedene Länder, verschiedene Mentalitäten. Und man muss nicht mal soweit reisen um mit solchen Problemen konfrontiert zu werden. Es gibt nicht wenige Deutsche die in die CH gereist sind weil das Geld gelockt hat um nicht lange später verbitter zurück zu kehren mit der Erkenntnis dass doch dort alles anders ist und man sich überhaupt nicht wohl, ja nicht mal zurecht gefunden hat.
Das Internet ist voll von diesen Geschichten. ABER, und das wage ich jetzt mal zu sagen: Hinter jeder miesen Story die im Netz erzählt und ausgebreitet wird sind 10 andere Erfolggeschichten. Nur die schreibt kaum einer nieder. Viel lieber beschwert man sich, lästert und reklamiert.
Aber du hast natürlich Recht, ich bin auch nicht einfach so hierher gezogen. Meine Familie ist hier und ich bin seit vielen Jahren regelmässig, und immer für ein paar Wochen, hier gewesen. Und es war für uns beide klar dass wir irgendwann hierher umziehen werden. Ich hätte auch noch andere Länder auf dem Radar gehabt die mich interessiert hätten. Aber nun sind wir hier weil die Familie hier ist. Aber du bist komplett unabhängig. Du kannst gehen wohin du willst. Und in ganz vielen Ländern bist du, als Rentner, stets willkommen.
Zuerst spielt natürlich die deine persönliche finanzielle Situation eine ganz gewichtige Rolle. Danach würde ich schon mal die ersten Länder aus der Liste, sofern du eine hast, rauskicken die für deine Möglichkeiten eine zu Hohe Kaufkraft erfordern. Danach würde ich mal nach Klima sortieren. Was gefällt dir? Lieber kühl oder lieber warm bis heiss. Und dann, nicht unwichtig, die politische Situation im Land. Und dann hast du noch eine kleine Auswahl von Ländern die für dich in Frage kommen könnten.
Danach solltest du dir dann die Frage der Mentalität stellen. Also kann oder will ich mich auf diese neuen Menschen einlassen oder nicht. Die Sprache ist das kleinste Problem. Wenn man will dann kann man diese immer lernen. Auch mit 60ig.
Und das wichtigste von allem, was ich jedem raten würde: Mache ein Budget!!!!! Also manage dein Geld aktiv. Wenn du investieren willst dann investiere soviel wie du bereit bist auf diese Summe zu verzichten. Also schreib das Geld ab! Wenn das Investment läuft, gut so, wenn nicht, dann kannst du es verkraften. Und noch ein Rat; Halte dich von anderen Ausländern fern. Im speziellen von Landsleuten!!!
Ich kenne deine persönliche Situation und auch dich als Mensch nicht um dir wirklich viel weiterhelfen zu können. Seinen Lebensmittelpunkt um tausende von Kilomter zu verschieben kann ein sehr tolles Abenteuer sein, aber auch ein Fiasko. Aber wenn man sich etwas vorbereitet hat und nicht zu naiv ist dann geht das schon gut. Und wenn du, wie oben empfohlen, deine finanziellen Mittel geplant und budgetiert hast, dann kannst du frühzeitig merken wenn du in finanzielle Schieflage geraten solltest. Dann kannst du auch die Notbremse ziehen und wieder in die alte Heimat zurück kehren.
Wenn du mehr Details zu mir, meiner Situation und zum Werdegang des ganzen Umzugs wissen möchtest so kannst du mich gerne persönlich anschreiben.
Aber zum Schluss, beschäftige dich mit dem Thema. Es ist sicher nicht jedermans Sache, aber vielleicht eben grad deine.
