Das stimmt so, aber das ist auch gleich das allergrösste Problem mit dem ich hier Kämpfe. Die Erziehung in der Jungend und das was mir das Leben, in einer immer schneller drehenden und extremer werdenden Leistungsgesellschaft, aufgezwungen hat. Meine Logik muss nicht zwangsläufig der Logik hier entsprechen.
Es ist, auch wenn man das ganze Fremde sich gar nicht mehr Fremd anfühlt, immer noch eine fast tägliche Herausforderung hier dauerhaft zu leben. Je länger und stärker man den "Western Lifestyle Stamp" aufgedrückt bekommen hat desto schwerer ist es hier. Am besten wäre es, wenn man sich komplett von seinen Denk-und Erwartungsmodellen löst und anfängt neu zu lernen. Aber das ist eine andere Geschichte. Viel lieber erzähle ich von den sehr vielen schönen Dingen hier. Von den extrem zuvorkommenden und offenen Menschen hier, von der reichen Kultur und auch von der wunderschönen Landschaft! Denn manchmal, oder sogar meistens, steht man sich selber in der Sonne! Ich bin daran zu lernen, aber es dauert halt....
Ungleich zu Europa beginnt die Vorfreude auf Weihnachten bereits am 1. September und dauert bis Mitte Januar. Das heisst im September fängt man mit dem Schmücken an und auch die Läden und Shops starten mit dem Verkauf von Weihnachtsartikeln. Auch im Radio laufen Weihnachtslieder und im Fernsehen die entsprechenden Shows.
Hier auf dem vielbefahrenen und immer verstopften Highway ist der ganze Mittelstreifen mit LED Lichtern und Figuren dekoriert. Daneben stehen noch alle paar Meter riesige Boxen/Lautsprecher die, in entsprechender Lautstärke, die entsprechende Musik einspielen. Das hat den Vorteil, dass man sich die Musik aus dem Autoradio sparen kann.
Hier ein paar Eindrücke:
Pasko na!!!!! (Weihnachten kommt bald)
Das Leben hier spielt sich ja zum grössten Teil draussen ab. Auch Kleinhandwerker gehen auf der Strasse ihren Geschäften nach. Vor allem Schumacher sieht man hier fast an jeder Ecke.
Und auch das ist üblich und überall zu sehen. Verkäufer die durch die Barangays laufen, sich zwischen den stehenden Autokolonnen drängen und auch in den Bussen und an den Haltestellen sind sie allgegenwärtig. In Tubigon zum Beispiel kommt früh am Morgen immer ein Fischverkäufer auf dem Motorrad vorbei. Er verkauft frischen Fisch. Denn meist verkaufen diese fliegenden Händler Snacks und Getränke. Sie sind nie aufdringliche sondern sie sind einfach da und rufen manchmal ihre Waren aus. Eigentlich sehr bequem wenn man im Stau steht und dann ein gekühltes Getränk kaufen kann. Die Lebensmittel die sie verkaufen wurden vorher immer Zuhause selbst hergestellt.
Aber es werden nicht nur Lebensmittel verkauft sondern manchmal auch Matrazen, Pfannen, Bilder, Spielzeug oder was auch immer. Diese Händler laufen dann, mit dem Waren auf den Rücken, durch die Barrangays und preisen ihre Waren an. Man kann auch gerne auf Teilzahlung kaufen. Kein Problem.
Hier ein Beispiel einer solchen Verkäuferin:
P.S.
Hier ein Photo wie 150ccm Motorräder hier aussehen können:

Abgesehen vom unteren Schmutzfänger am Hinterrad und den Klebern auf den Felgen, im Originalzustand. Es steht zum Verkauf. Wichtig zu Wissen: Lady Owned!





































