brab hat geschrieben: ↑Fr 24. Jan 2020, 12:24
Wir leben in einer Hysterie.
Klimakrise!
Wen soll ich jetzt glauben?
Den Klimaleugner oder den Ökonazi?
Anscheinend gibt es auch da keinen Realismus.
Wer sagt dann die Wahrheit.
Wird der Dialog über verschiedene Sichtweisen nur akzeptiert wenn sie der eigenen Meinung entsprechen?
Ich glaube daß alle und keiner 100% recht hat.
Daß sich die Wissenschaft einig über den menschengemachten Klimawandel ist, bezweifle ich.
Sonst gäbe es doch keine Meinungsverschiedenheiten.
Doch, schön wäre es, wenn unser Wissen nicht ständig bezweifelt würde aus Profitinteressen der Profiteure unserer Öl- und Kohle-orientierter Wirtschaft.
Die Klimawissenschaft ist einig darüber, dass der Mensch den Hauptanteil am gegenwärtigen Klimawandel hat. Genauso wie bei der Schädlichkeit des Rauchens unter Mikrobiologen.
Wo noch große Unsicherheiten bestehen, ist über die künftige Entwicklung - so ist bspw. die Unsicherheit über die Klimawirkung von jeweils verdoppeltem CO2-Gehalt (samt der dann stärker wirkenden Folgen) noch sehr unsicher. Evtl. noch unter zwei Grad oder gar über vier Grad, wahrscheinlich irgendwas dazwischen. Weil nur das CO2 wenig ausmacht, aber die vermehrten Wassermoleküle in dann wärmerer Luft und eben die beschleunigenden Folgen...
Aber wie gesagt: Land heizt sich schneller auf als Wasser, zu den Polen ohnehin, deshalb heißt zwei Grad mehr nicht zwei Grad mehr überall. Irgendwo sind es dann eben schon fünf Grad, woanders 0,5.
Umstritten sind auch immer einzelne Aspekte: Wie schnell schmelzen die Gletscher? Wie verändern sich künftig Naturkatastrophen? Wer könnte Nutzer eines starken Wandels sein?
Nur weil Geographielehrer aus Baden-Württemberg, Versicherungskaufleute oder "Journalisten" kritische Klimabücher schreiben, die Leute massenhaft kaufen, die sich eine alternative Realität wünschen, ist noch lange nicht etwas umstritten.
Für mich der Maßstab ist hier die Wissenschaft, als zum hundertsten Male: "peer-reviewed". Wer das nicht leistet, kann alles behaupten, aber Glauben schenke ich dem nicht.
Eine Hysterie sehe ich nicht, sondern eher eine Benennung von Tatsachen. Ich sehe das so: Der Natur ist das Klima egal. Der Planet ist auch grün, wenn es hier tropisch wird. Eben an einigen Stellen verwüsteter, an anderen grüner (bspw. Tundra, Arktis). Was Schaden nimmt, ist unsere Kultur. Also die Wälder, die wir seit Generationen kennen, sind bei uns dann weg und werden ersetzt durch andere. Es gibt überschwemmte Küstengebiete, nicht nur Venedig ist nicht mehr zu retten. Es gibt viele ausgetrocknete Gebiete durch fehlendes Gletscherschmelzwasser. Und es gibt massenhaftes Aussterben von Fauna, die aber andererseits wieder neu entstehen wird.
Der Natur ist dabei der Mensch doch egal. Aber ich glaube, manchem hier wird es nicht egal sein, wenn hunderte Millionen Flüchtlinge einst vor der Toren Europas stehen und um Einlass begehren - der Fluchtgrund "Klima" wird ja nun zunehmend anerkannt. Ob wir davon profitieren werden? Ich fürchte nicht. Alles spricht sogar dafür, dass ein ungebremster Klimawandel auch uns in Europa negativ treffen würde.
Das 1,5 Grad - Ziel haben die Staaten der Welt beschlossen. Und ich finde das nicht verkehrt. Was das aber bedeutet, wird einfach wegignoriert und darauf wird ggw. verstärkt aufmerksam gemacht.
Das sehe ich ganz nüchtern und keineswegs hysterisch. Sondern endlich wird mal ernsthaft diskutiert, wie wir mit unserem Wissen umgehen und wie wir danach handeln können.
Hysterisch sind für mich die ER - Typen, die meinen, wenn man Straßen und Bahnen blockiert und damit die Menschen gegen einen aufbringt, helfe das dem Klima.