Brämerli hat geschrieben: ↑Mi 18. Mär 2020, 08:15
Hab gestern gehört, wer das Virus einmal hatte bekommt es "so schnell" nicht wieder.
Derzeit kann man sicher nur einen Zeitraum von ca 3 Monaten bestätigen, geht aber von einer längeren Feiung aus. Die Entwicklung einer tauglichen Feiung ist doch überhaupt erst die Basis einen Impfstoff zu entwickeln. Ob der dann auch tauglich ist und wie man damit umgeht, wenn er keinen sicheren Schutz bietet zeigt sich dann. Es gibt für einen begrenzt tauglichen Impfstoff klassische Beispiele die zu unterschiedlichen Konsequenzen führten.
Als der TBC Impfstoff entwickelt war, hatte man sich gefreut und überall damit geimpft, dann aber festgestellt, daß nur eine eingeschränkte Feiung erreicht werden konnte. In der BRD hörte man mit den Impfungen auf (vor allem deshalb, weil nach einer Impfung keine einfache Ausschlußdiagnostik einer akuten Erkrankung mehr möglich war). In der DDR wurde die TBC Impfung weiter durchgeführt. Die Begründung war damals besser ein bisschen Schutz, als gar keiner.
Ein anderes Beispiel ist zB der FSME Impfstoff, dessen Anwendung in verschiedenen Ländern, selbst in D A CH unterschiedlich gehandhabt wird.
Als Witz gibt es den Streit zwischen dem Österreicher, Schweizer und Deutschen, die sich für ausreichend informiert halten und behaupten, daß der in ihrem Land verwedete Impfstoff besser oder schlechter wäre, weil die Nachimpfungen im 3, 5 oder 10 Jahresabstand erfolgen. Die Lösung ist einfach, daß alle den gleichen Impfstoff erhalten, aber man in den Ländern eine unterschiedliche Feiung anstrebt. Ich habe jetzt nicht die genauen Zahlen im Kopf und sage mal, daß mit einem dreijährigen Rhythmus eine 95 %ige, mit einem 5 Jahresrhythmus eine 90%ige und mit 10 Jahresrhythmus eine 85 % ige Feiung erreicht werden kann. Der empfohlene Rhythmus orientiert sich dann halt nich am Impfstoff, sondern lediglich daran welche Feiung man in welchem Land erzielen möchte.
So, die Zahlen sind jetzt noch nicht ganz bestätigt und für unser Verhalten hier allenfalls als richtungsweisend anzusehen. In China scheint sich seit 2-3 Tagen eine deutlichste Abnahme der im Land Neuerkrankten anzudeuten.
Für uns ist das mit Sicherheit kein Grund anzunehmen, daß alles nicht so schlimm ist und wir alles schleifen lassen können. Ob und in wieweit welche der teilweise sehr drastischen Massnahme in China zu diesem Erfolg geführt hat, ist noch nicht ausgewertet. Letztendlich ist es für unseren Bereich eher ein Hoffnungsschimmer am Horizont, der sich da andeutet und da wollen wir ja auch hinkommen.