5StarPoidi hat geschrieben:
Also bei meinem Colt kann ich ein defektes Thermostat ausschließen, nachdem ich im zweiten Winter (also vor ca 2 Jahren) bei der Werkstatt war und die das überprüft haben. Wird schnell warm, heizt aber nicht gut, außer auf Stufe 3 oder 4, da marschiert dann aber die Kühlwassertemperatur runter . Selbes Spiel beim Opel Meriva 1.7 Dti meiner Eltern. Da dauerts bei den jetzigen Temperaturen 10 km bis es warm wird. Thermostat wurde vor 2 Jahren getauscht. Wenn er dann Mal warm wird und die Heizung zugeschalten wird kannst der Nadel zusehen wie sie wieder in den Keller fällt. Pappe drauf und es passt! Beim 2.8 Hdi Jumper meines Vaters genauso, da weigere ich mich im Winter mitzufahren weil man da drin erfriert, grade auf den Füßen und da bin ich sehr empfindlich. Letztens eine Fuhre Kohle geholt, -13° draußen, also eher schon ungewöhnlich Kalt für unsere Breiten, und was soll ich sagen, es wurde warm. Auch hier hat mein Vater vor (ich glaube 3 Jahren) bei Citroen das Thermostat tauschen lassen, völlig umsonst, denn das alte war in Ordnung. Grad beim W123 meines alten Herren hast nach 10 Minuten spätestens eine Sauna, aber den bewegt man halt kaum unter 10 l/100km. Wäre interessant zu erfahren welchen Wagen du fährst, bei welchen du diese Methode probiert, und bei welchen es nicht funktioniert hat. Die Autoindustrie schläft ja auch nicht und Zuheizer sind ja schon seit Jahren, gerade bei Dieselfahrzeugen, verbreitet. Mittlerweile kommen leider immer öfter PTC Zuheizer zum Einsatz die zwar den Luftstrom in die Fahrerkabine erwärmen, nicht aber das Kühlwasser. Leider besitzt keines unserer Autos so eine nützliche Einrichtung und deshalb vertraue ich weiterhin, ob Sinn oder Unsinn, der Pappe.
Ich will doch nichts böses und ich will jetzt auch nicht alles durchkauen..
Vorrausgesetzt, daß in den Beschreibungen jetzt nicht weggelassen wurde, hat zB der Colt (unabhängig von der Werstattüberprüfung) ein nicht funktionsfähiges Thermostat (das Thermostat öffnet nach Erreichen der Temperatur den Weg zum Kühler, schließt aber nicht mehr richtig oder zu träge wieder in den kleinen Kreislau zurück) und zusätzlich ein Problem entweder im Heizungsventil (der Weg wird erst bei höherer Enstellung freigegeben) und/oder einen schon nicht mehr ganz durchgängigen Heizungskühler.
Die Pappe vor den modernen Autos funktioniert im Kurzstreckenbetrieb als Notbehelf nur deshalb relativ gut, weil man im Interesse an Aerodynamik leistungsfähigere kleinere Kühler mit geringerem Wasserinhalt und auch an anderen Stellen, dann unterstützend mit Elektrolüftern verbaut. Wenn man diese sonst auf Effizienz konstruierten Kühler abdeckt, erreicht man natürlich gerade im Kurzstreckenverkehr erstmal durchaus ein befriedigendes Ergebnis. Aber schon längere Autobahnpassagen unter hoher Belastung haben sie ein deutlich größeres Risiko.
Ich fahre mit zwei Passatdieselkombis (einen neueren als Dienstwagen und als Familienfahrzeug zufällig einen älteren Passat) und habe beruflich gar nichts mit Autos zu tun.
Ansonsten bin ich in einer kleineren markenfreien Werkstatt großgeworden, in der auch regelmäßig Endverbraucherautos repariert wurden. Die Werkstatt gehörte dem kinderlosen Onkel eines Freundes und wir durften in einer Ecke quasi unter Anleitung an unseren Fahrzeugen schrauben. Er hat uns aber vorallem dazugebracht nicht symptomatisch, sondern immer funktionell zu denken und viele Beispiele hat er uns an diversen Kudenautos einfach gezeigt.
Übrigens statt Wasserthermostaten gibt es thermostatisch angesteuerte Abdeckungen bei lufgekühlten Fahrzeugen.