Mister L hat geschrieben: ↑Di 17. Dez 2019, 03:13
Bohne hat geschrieben: ↑Mo 16. Dez 2019, 22:19
Nachdem RZ das Atmosphärische Fenster thematisiert hat, verlinke ich nochmal ein Video, wie schon vor ca. einem Jahr.
Das Video ist von EIKE, es kann also nicht stimmen, bzw. darf nicht stimmen.
Und es interessiert mich nach wie vor sehr: Was ist an den Ausführungen und Darstellungen falsch?
https://www.youtube.com/watch?v=5HaU4kYk21Q
Nochmal: Eike ist kein wissenschaftliches Institut. Es ist ein Lobbyverband, der keine wissenschaftliche Forschung veröffentlicht.
Und Herr Puls ist als Meteorologe auch genauso Laie wie ich es bin.
Ansonsten habe ich die ersten zwölf Minuten gesehen: Scheint alles richtig zu sein, er zitiert dabei scheinbar korrekt aus den 1980er und 1990er Jahren. Außer vielleicht seinem Eindruck, dass in der Debatte CO2 als klimawirksamer beschrieben wird als gasförmiges H2O, den Eindruck teile ich nicht.
Bin dann gesprungen, paar Minuten weiter, da hat er zurecht angemerkt, dass es durch steigende Erwärmung bei mehr CO2 auch zu mehr Wasserdampf käme, was klimawirksam sei. So richtig wie allgemein bekannt.
Was mich wundert: Er benennt eine Rückkopplung durch mehr Wolken bei mehr Wasserdampf, die angeblich vergessen wird. Der zusätzliche Wasserdampf bei höherer Temperatur ist aber absolut, nicht relativ. Die Luftfeuchte bleibt also gleich trotz mehr Wasserdampfmoleküle, die eben mehr erwärmen. Wieso soll es da zu mehr Wolkenbildung kommen?
Das kommt mir nicht stimmig vor.
Vielleicht weiß das jemand, der sich den ganzen Beitrag antut.
Was man sich vielleicht bewusst machen sollte: Der bestehende Treibhauseffekt bewirkt bereits eine Temperatursteigerung um 33°C bzw. Kelvin. Von minus 18 auf plus 15.
Natürlich ist der zusätzliche Treibhauseffekt demgegenüber durch eine Verdopplung oder gar Vervielfachung von CO2 plus eben weiterer klimawirksamer Gase relativ gering.
1,2 Grad C, sagt Puls, bei Verdopplung. Plus eben mehr Wasserdampf. Plus dann noch mehr Wärme, auftauendes Eis (weniger Albedo, mehr Aufheizung) plus dann auch auftauende Permafrostböden (Bakterienaktivität (noch mehr CO2) und Methanfreisetzung). Usw..
Die nicht klimawirksame Eigenschaft wie die Versauerung der Meere btw kommt on top.
Ich ziehe aus der Debatte nicht den Schluss, dass es klug wäre, untätig zu bleiben.
Entsprechend ist die erste Nachschärfung des Klimagesetzes in Deutschland sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Bis 2025 wird es wohl weitere geben.
Vielleicht hättest du nicht ganz so schnell durch das Video springen sollen:
Zu Beginn wird erläutert, was CO2 allein theoretisch können soll. Bei Verdopplung des CO2-Gehalts ergibt sich eine Erwärmung um 1,2° (IPCC 2007), später bei 15:00 ist es nur 1° (IPCC 2013). Das ist allerdings unter Laborbedingungen. Real mit anderen Einflüssen in der Atmosphäre ist die Wirkung geringer.
Im Diagramm ab 12:30 steht, es sind 0,3°, (oder 0,5-0,7°?), später wird noch aus peer-reviewter Literatur 1° angegeben (evtl. wieder der Laborwert).
Durch die Industrialisierung sollen wir bislang in etwa eine halbe Verdopplung des CO2-Gehalts haben.
Die bisherige reale Wirkung vom CO2 durch den Menschen liegt also in jedem Fall maximal bei ein paar Zehntelgraden.
Dann wird kurz die Theorie zur Wasserdampf-Verstärkung erklärt und er stellt mit verschiedenen Messdaten recht ausführlich dar, dass der Wasserdampf-Gehalt über die letzten Jahrzehnte eher abgenommen als zugenommen hat.
Darüber hat sich EIKE mit PIK ausgetauscht, und von da gab es wohl keinen Widerspruch.
D.h. in der Realität findet die erwartete Wasserdampf-Verstärkung nicht statt, die bisherigen Klimamodelle passen somit nicht.
Das könnte erklären, warum die Projektionen vom IPCC immer falsch lagen.
Weiter wird noch gezeigt, dass es auch keine relevanten Veränderungen bei extremen Wetterereignissen gibt.
Dazu gibt es auch keinen Widerspruch vom IPCC (2013).
Bei den ganzen Punkten gibt es scheinbar einen Konsens zwischen CO2-Fraktion und Skeptikern!
Zusammenfassung bei 43:50.
Jetzt kommst du interessanterweise wieder mit den idealen/natürlichen "plus 15°", die haben wir ja auch schon von Lesch und anderen gesehen.
Aber die globale Mitteltemperatur arbeitet sich ja momentan noch von unten an diesen vermeintlichen Idealwert heran.
D.h. es müsste erst noch etwas wärmer werden, um dieses Ideal zu erreichen.
Wo ist jetzt hier eine Klimakrise?
Warum wird die ganze Welt mit dem CO2-Thema wuschig gemacht?
Und warum werden dafür weltweit Billionen verschoben?
Auch das Kind eines Frosches ist ein Frosch.