Buenos Tardes, meine warmen Hombres der schwachen Leistung zwischen den Beinen.
Mit Verlaub: Wie schon geschrieben, fingen meine Zweirad-Erfahrungen auf ’nem falschen Dackel an.
Ich fand es damals schon cooler, so ein kleines 125er-Moped zu fahren, während einige Kumpels auf ihrer Aprilia RS 125 hockten und dachten, sie wären auf der MotoGP-Startaufstellung.
Ich mochte schon immer eher den Wolf im Schafspelz als den umgekehrten Weg.
Mit meiner Rally 250 bin ich dagegen überhaupt nicht warm geworden.
Nicht falsch verstehen: Das Ding hatte ein brutales Fahrwerk, starke Bremsen und war top im Gelände – aber ich kam mir darauf vor wie auf einer Africa Twin mit halber Portion.
Als hätte Honda vergessen, den zweiten Zylinder einzubauen.
Bin mir sicher, dass das Moped locker die doppelte Leistung ohne Umbauten vertragen hätte. Genau deswegen verstehe ich auch den Hype um die CBF 125 nicht so ganz. Klar, alles solide, erwachsen und technisch bestimmt besser als auf ’nem Dackel – aber das fühlt sich für mich an wie ein GTI mit 60 PS. Sieht sportlich aus, fährt sich ordentlich, aber beim Gasgeben fragt man sich, ob irgendwo noch ein Anhänger dranhängt.
Dann doch lieber ein kleiner Lupo mit 1.8T-Umbau – leicht, frech und komplett drüber.
Und genau da kommt die Honda Dax ST 125 ins Spiel.
Dieser kleine Dackel schafft etwas, das viele Motorräder nicht hinbekommen: Sie zaubert dir schon beim Anschauen ein Grinsen ins Gesicht. Die Dax nimmt sich selbst nicht zu ernst – und genau deshalb ist sie so geil.
Kompakt, verspielt, kultig und trotzdem modern. Du steigst drauf, drückst den Starter und sofort fühlt sich alles irgendwie leicht an. Kein unnötiges Poser-Gehabe, kein „Schaut her, ich brauche 180 PS für den Weg zum Bäcker“. Einfach fahren, genießen und überall Sympathiepunkte einsammeln.
Und seien wir ehrlich: Während manche mit ihren hochgezüchteten Yoghurtbechern geschniegelt an der Eisdiele stehen, rollt die Dax entspannt daneben und bekommt trotzdem die Blicke ab.
( Mein erster Yoghurtbecher )